„Vielleicht stimmt es nicht, was Cicero sagt. Dass niemand den Schmerz sucht. Denn ich suche dich, ständig und überall, obwohl ich es nicht soll.“
– „P L A T Z H A L T E R“ (2026)
„Es fühlte sich verboten an und äußerst unpassend, jetzt noch ein neues Buch anzufangen. Sie befand sich in den letzten Zügen ihres Lebens. Ein Leben, mit dem sie bereits abgeschlossen hatte, das sie aufgeräumt und entrümpelt hatte. Eine leere Wohnung, fertig für den Umzug. In diese leere Wohnung hatte sie mit nur einem Satz ein nagelneues, großes Sofa gestellt.“
– „A Foatîgë“ (Eine Auswärtige), Vorarlberger Literaturpreis, Förderpreis (2025)
„Ich frage mich, ob dieser Ort noch existiert, wenn ich das alles nicht mehr geheim halten muss. Wenn ich von hier weggehe, wenn ich nach Berlin ziehe, wenn ich das alles überlebe. Gibt es mein Zimmer dann noch? Das Schloss und den Drachen? Oder ist da, wenn ich die Türe schließe, nur noch Haut?“
– „Zimmer ohne Ausblick“ (2026)
„Meine Wirbelsäule ist schräg. Meine rechte Hüfte hängt tiefer als meine linke, und ich glaube, das ist der Grund, warum sich die Welt immer leicht aus den Fugen gerückt anfühlt.“
– „Die Königin von Seestadt“, Bregenzer Literaturtage (2026)